TETRA-Löcher (nicht nur) in der Großstadt

In einem äusserst interessanten Artikel berichtet der rbb über die Funklöcher in der TETRA-Netzabdeckung in Berlin. Im Artikel ist zwar immer nur die Rede von der Polizei - da Feuerwehr und Rettungsdienste aber das gleiche Netz nutzen, trifft es diese natürlich genauso.

In Bayern "dürfte dies natürlich nicht passieren" wird es jetzt höchstwahrscheinlich heissen, weil dort das TETRA-Funknetz so ausgebaut worden sein "soll", das sogar Funkverbindungen aus Häusern in der sogenannten "Grüteltragweise" (Funkgerät hängt am Hosengürtel) zustande kommen sollten.

Wer's glaubt, wird selig ;-)

Im Übrigen berichten durch die Bank ALLE BOS, das TETRA-Funkgeräte im DMO (im direkten Modus ohne das Netz zu nutzen) allem, womit die BOS bisher gearbeitet haben (oder noch arbeiten), gnadenlos unterlegen sind. Stellenweise sind noch nicht einmal Funkverbindungen auf wenigen hundert Metern oder "um die Ecke" möglich - kein Wunder: bei Freqeuenzen um die 400 MHz und digitale Modulation geht schon das eine oder andere Mal etwas "flöten" was man bei Analogfunkgeräte im Rauschen gerade noch hat aufnehmen können. Aktive Funkamateure wissen um die Unzulänglichkeiten des 70cm-Bandes im normalen Mobil-Relaisfunkbetrieb: Reflektionen an jedem noch so geringen Hindernis, Abschattungen durch jeden Strauch und Baum

Die Konsequenz aus allem ist übrigens: Das jahrzehntelang geplante Netz ist fehlgeplant - und die Milliardenkosten für den Aufbau desselben reichen bei weitem nicht aus!

Fazit:

Die digitalen und analogen Funksysteme der Funkamateure werden immer wichtiger - als Ausfallreserve und zur Ergänzung des löchrigen TETRA-Netzes.