Koffersammlung ergänzt

Die Dokumentation wurd in Sachen Funkkoffer auf den neuesten Stand gebracht, da sich hier in der letzten Zeit etwas getan bzw. verändert hat. Aber seht selbst ... ;-)

Netzunabhängige Stromversorgung ausgebaut

Ich bin - bei aller Funkgerätebastelei - zwischenzeitlich auch dazu gekommen, meine netzunabshängige Stromversorgung auszubauen und auszuweiten. So habe ich nun eine große (74 Ah) und eine kleine (7,2 Ah) 12V- Batterie und die entsprechende Ladetechnik verfügbar - und natürlich auch hier dokumentiert. Die Große Batterie hat sich bei diversen Funkaktivitäten im Urlaub und Zuhause bereits bestens bewährt - und ich werde nie wieder den Pannendienst wegen einer leeren KFZ-Batterie bemühen müssen.

Ausbildungsrufzeichen zugeteilt

Auf meinen Antrag hin hat mir Ende August die Bundesnetzagentur das Amateurfunk-Ausbildungsrufzeichen DN1NF zugeteilt. Somit dürfen jetzt, den Richtlinien entsprechen, Menschen ohne Amateurfunkgenehmigung unter meiner Anleitung Ausbildungsfunkbetrieb auf Amateurfunkfrequenzen durchführen.

Ich hoffe, das ich hiermit einerseits den Einen oder Anderen aus meinem Bekanntenkreis für das Hobby "Amateurfunk" begeistern kann. Andereseits ist dieses Ausbildungsrufzeichen extrem praktisch für Notfunkübungen ausserhalb der Katastrophe - weil man damit es ermöglicht, Nicht-Funkamateuren (natürlich nur unter Aufsicht) Amateurfunkgeräte und -Frequenzen zu nutzen.

Computeraktivisten weichen aus auf Feldtelefon und Funkgeräte

Wie sensibel heutzutage die IT- und Kommunikationsinfrastruktur ist, kann man begreifen, wenn man den Bericht vom Gewitter über dem alljährlichen Chaos Communication Camp in Berlin liest.

Kurz und knapp: Die komplette Zeltstadt musste - dank eines schweren Gewitters - evakuiert werden. Alle ITK-Netze (Glasfaser, WLAN, sogar die drahtlose Telefonanlage des Camps mit über 3.000 Teilnehmern) brachen zusammen.

Es gab konkret nur zwei Ausnahmen:

  • Eine mit 4km Draht bestückte Feldtelefonanlage (komplett mit einer Vermittlungsstelle für 30 Teilnehmer) aus Katastrophenschutzbeständen
  • Die UKW-Handfunkgeräte der Sicherheitskräfte und Funkamateure funktionierten ununterbrochen, zuverlässig und jederzeit. Über diese wurde die Evakuierung organisiert.

Das Ganze ist ein Paradebeispiel, wie hilfreich Notfunk (in welcher Form auch immer) sein kann.

Internationaler Notfunktag in Zweibrücken

Aus dem Deutschland-Rundspruch 33/2015 des DARC e.V. vom 20. August 2015

Zu einem internationalen Notfunktag in Zweibrücken/Saarland lädt die DARC-Notfunkgruppe Südwest ein. Das Meeting findet am 30. August von 10 bis 16 Uhr in 66482 Zweibrücken, Amerikastraße 51, am Standort des THW statt. Funkamateure aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien sind herzlichst eingeladen, ihre portable Notfunkausrüstung auf dem Freigelände des THW vor einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren und vorzuführen. Zudem besteht die Möglichkeit, gebrauchte Funkgeräte und Zubehör zu verkaufen. Die aktive Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos.
Der Notfunktag bietet eine Plattform, sich über das Thema "Not- und Katastrophenfunk" fachlich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Ziel ist es, neue Anregungen zu generieren und die Strukturen des Notfunks unter den Funkamateuren weiter zu festigen. Praxisorientierte Vorträge ergänzen das Veranstaltungsprogramm.
Um 10.30 Uhr referiert Rolf Behnke, DK4XI, über das Notfunk-Einsatzkonzept in der Region Südwest. Dabei geht es um mögliche Einsatzszenarien im Katastrophenfall und den Aufbau eines regionalen sowie autarken Notfunk-Relaisnetzes in der Pfalz und dem Saarland. Um 11.15 Uhr erläutert ein BOS-Vertreter die Funk-Organisation von Behörden und Institutionen mit Sicherheitsaufgaben. Ab 13 Uhr spricht Hans-Peter Reidinger über das Risiko eines flächendeckenden Stromausfalls aus Sicht der Energieversorger. Während der Veranstaltung kann die neue Notfunk-Leitstelle DL0NRP besichtigt werden. Letztere hat Rolf, DK4XI, am Standort des Zweibrückener THW installiert. Das THW sorgt am Notfunktag für ein kleines gastronomisches Angebot. Gäste werden um Voranmeldung bei Dieter Lorig, DK4XW, gebeten [mailto:dk4wx(at)darc.de], der Eintritt ist frei.