Koffer H - Handfunkgeräte

Vermutlich war bzw. ist der Einsatzkoffer für Handfunkgeräte so ziemlich der schwierigste Teil meines Notfunkprojekts. Die Grundbedingung ist: Die Akkus der Geräte müssen jederzeit in einem voll geladenen Zustand gehalten werden, damit diese sofort aus dem Koffer heraus eingesetzt werden können. Alles andere ist sinnlos in diesem Zusammenhang. Das Bild rechts zeigt eine erste Version meines Handfunkgerätekoffers. Diese Variante war allerdings sehr fragil. Zudem hat sich in der Zwischenzeit meine Handfunkgeräte-Landschaft doch etwas geändert bzw. erweitert und besteht aktuell (aus den unterschiedlichsten Gründen) aus folgenden Geräten:

  • 2 Baofeng GT-3 TP Mark III
  • 2 Maas PT-555
  • 1 Baofeng UV-5RA
  • 1 Retevis RT-23
  • 1 Wouxun KG-699
  • Platz ist zudem noch für ein Kenwood TH-F7e, welches ich aber in der Regel in Gebrauch habe und nicht in Koffern einlagern will.
Als Transportbehälter wurde eine stabile Aluminium-Kiste aus dem heimischen Baumarkt gewählt. Der zentrale Stromversorgungsanschluß ist auf der Rückseite zugänglich. Der 12 Volt Anschlußstecker ist eine extrem stabile und vor allem "crashfeste" Ausführung, welche noch aus einem früheren Job übrig blieb. Es handelt sich im wesentlichen um den einzigen "Fremdstecker" in meiner Notfunk-Koffer-Geschichte. Auf der Rückseite befindet sich übrigens ebenso eine doppelte USB-Buchse - falls man doch mal ein USB-Gerät laden möchte, welche heute ja in zunehmendem Maße auf dem Markt verfügbar sind.

Im Inneren des Koffers findet sich alles so verstaut, das nichts durcheinander fliegen kann. Die Hohlräume werden durch die Taschen für das Kleinmaterial gefüllt. Somit fällt einem jenes nicht auf die Nerven oder gar entgegen, wenn der Koffer einmal durch die Gegend gepurzelt ist. Zusätzliches Polstermaterial (nicht im Bild) sorgt dafür, das nichts nach oben fällt, sollte der Koffer einmal auf dem Kopf stehen.

Bei den Kleinteiletaschen kommen unter anderem ehemalige KFZ-Verbands"kästen" zum Einsatz. Diese werden von Autohäusern regelmässig im Rahmen von Inspektionen entsorgt. Der Inhalt wandert bei mir als Übungsmaterial zum Jugendrotkreuz und die Taschen sind hervorragend geeignet, Kleinkram (siehe unten) so zu verstauen, das diese flexibel im Koffer untergebracht werden können. Zudem dienen diese (wie zuvor beschrieben) als Polstermaterial im geschlossenen Koffer.

In den Kleinteiletaschen befindet sich folgendes Material:
  • Tasche 1: Schreibmaterial (Notfunk-Zubehör-Set)
  • Tasche 2: Antennen und Handmikrofone
  • Tasche 3: Head-Sets und 2 Stk Repeater-Boxen (um zwei Hfg zu einem Crossband-Repeater mit einander zu koppeln)
  • Tasche 4: Anschlusskabel für den Koffer
Alle ständig im Koffer befindlichen Handfunkgeräte sind leider nur über einen Standlader zu laden - was die Sache natürlich recht schwierig macht und folgende Fragestellung aufwirft: Wie können die Geräte sicher im Koffer gelagert - und gleichzeitig geladen werden - auch wenn dieser nicht auf einer ebenen Fläche - oder gar kopfüber - herumsteht? Es ist ganz einfach, wenn man das entsprechende Material zur Verfügung hat: Die Geräte werden mit Klett-Spanngurten gesichert. Damit stehen diese fest und wackelfrei im Standlader.

Das Brett mit den aufmontierten Ladegeräten und festgeschnallten Funkgeräten lässt sich problemlos komplett aus dem Koffer herausziehen und auch ausserhalb dessen betreiben. Es wurde eine ganz simple Lösung für dei Stromanschlüsse gewählt: Ein zentraler Power-Pole-Verteiler sitzt in der Mitte. Die Anschlusskabel der Standlader wurden nicht eingekürzt sondern einfach mit Kabelbindern komprimiert - und können so jederzeit auch wieder anderweitig eingesetzt werden. Die Klettgurte wurden übrigens ganz simpel mittels Heftzwecken auf dem Brett fixiert. So fallen diese nicht unter das Brett wenn sie gelöst werden.

Noch ist in diesem Koffer manches "unelegant" gelöst - und beim betrachten der Bilder kamen mir gleich noch ein paar Ideen. Aber für eine "Version 2" das Handfunkgerätekoffers bin ich doch bisher sehr zufrieden damit. Folgendes habe ich noch auf der "To-Do-Liste":
  • Spritzwasserabdeckung für USB-Buchsen
  • Abdeckung für die interne Stromverteilung (optisch und als Zugriffsschutz)
  • Beschriftung des Koffers