Koffer N - Kurzwellen-NVIS-Antenne

Dieser Koffer enthält folgendes:
  • NVIS-Balun
  • je 2 Radiale 7,5 / 11,4 / 21 Meter
  • 6 Abspannseile für die jeweiligen Radiale
  • 6 stabile Erdheringe
  • 1 Zimmermanns-Hammer
  • 1 sehr langes Antennenkabel mit PL-Steckern
  • Der Antennenmast findet natürlich kein Platz im Koffer, gehört aber dazu.
Details zur Theorie und Praxis einer NVIS-Antenne: Projekt-Phase 4b: NVIS-Antenne

All das findet phantastisch Platz in einer (ausgerechnet auch noch) Katastrophenschutz-Orangen Werkzeugbox einer landesweit bekannten Baumarkt-Kette. Ich bin zwar kein Freund davon, während dem Funken auch noch als wandelnde Werbung herumzulaufen. Aber der Koffer ist klein, leicht, für den Zweck stabil und eben in der passenden Farbe erhältlich. Platz hat darin auch alles, was man für eine NVIS-Antenne braucht. Es könnte gar nicht perfekter sein.

Breitet man den Kofferinhalt auf dem Boden aus, offenbart sich, was alles hinein gepasst hat, ohne Platzangst zu bekommen. Das einzige, was ich noch gerne verbessern möchte sind die Aufwicklungen für die Draht-Radiale. Diese sind aus stabilem Papp-Karton gefertigt, werden aber vermutlich einen zwei- oder dreimaligen Aufbau nicht überleben - vor allem nicht, wenn die Pappe dabei nass wird.

Meine persönliche Empfehlung ist aber unbedingt der Zimmermannshammer. Dieser ist ideal dafür geeignet, Heringe in den Boden zu schlagen, und um dieser wieder heraus zu ziehen.

Der Antennenmast gehört) besteht aus 3 lackierten Holzstäben mit einer Länge von jeweils 1,5 Meter. Diese werden verbunden mit fest aufgeklebten Kunststoff-PG-Installationsrohren. So entstand schnell und kostengünstig ein 3-teiliger Steckmast von der für die NVIS-Antenne erforderlichen Länge.
Sicherlich kommen als Steckmast auch GFK-Rohre (z.B. Fernmeldebaustangen oder steckbare Zeltstangen in Frage. Diese standen mir aber nicht zur Verfügung und so musste ich kreativ werden.
Als Mast-Fuß fungiert ein umgedrehtes Tischbein, dessen untere Kappe ich entfernt habe. Das Bein kann man beispielsweise auf eine stabile Holz- oder Metallplatte bauen und mit Stabilisierung versehen. Schliesslich dient der Mast-Fuß nur als Aufbauhilfe, bis die Radiale gespannt sind. Allerdings sollte die Antenne bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht unbedingt in den Dreck fliegen.

Der NVIS-Balun ist aus einem dicken Stück Abflußrohr gefertigt. Der Decke besitzt eine Bohrung und wird beim Aufbau auf einer im obersten Steckmast-Element befindliche Schraube mit einer Flügelmutter befestigt. Im Prinzip besteht der Balun aus nichts weiter als 20 Windungen mit RG-213-Kabel, welches oben an zwei nach aussen ragenden Schrauben und unten in einem PL-Stecker endet.
Am Deckel sind sechs Karabinerhaken befestigt (2 rot, 2 grün, 2 blau). Hier werden die Radiale eingehängt und die Anschluss-Ösen zu den Anschlussschrauben des Koaxkabels geführt und dort ebenfalls mit Flügelmuttern gesichert.



Die Montage der Antenne geschieht folgendermaßen:
  1. Man steckt sich das oberste Mastelement in den Fuß.
  2. Der Balun wird auf dem Mastende befestigt.
  3. Es empfiehlt sich, an diesem Punkt das Antennenkabel anzubringen, damit man dies später nicht mit den Radialen verheddert.
  4. Die Radiale sind beschriftet und farbcodiert und werden in die Karabinerhaken eingehängt.
  5. Die Abspannseile sind ebenfalls beschriftet und farbcodiert und werden am Ende der Radiale eingehängt.
  6. Das Abrollen der Radiale ist leider recht mühsam (speziell bei den 21-Meter-Elementen), aber muss leider sein.
  7. Diese werden in Dipol-Anordnung vom Balun aus weggeführt.
  8. Mann verlängert den Mast um die beiden anderen Elemente.
  9. Die Abspannseile werden mit den Heringen im Boden fixiert.
  10. Die Antenne wird am Tuner angeschlossen und abgestimmt.