Koffer D2 (V1.0) - VHF-Sprache/UHF-Daten (Client #2)

Errichten eines Datenfunk-Clients in Verbindung mit Koffer R1, R2 oder R3
Herstellen einer Sprechfunkverbindung oder
Herstellen einer APRS-Datenfunkverbdindung
Frequenzbereich VHF (136-174 MHz), UHF (420-470 MHz), WLAN 2,4 & 5 GHz
Details zum Datenfunk-Netzwerk: siehe Projektbeschreibung

Inhalt:

  • UHF-Datenfunk-Modem NPR-70
  • UHF-PA für TDMA
  • UHF Kurz-Antenne für Lokalbetrieb
  • VHF-Handfunkgerät Maas AH-28-T
  • Standladegerät und KFZ-Adapter für VHF-handfunkgerät
  • VHF Kurz-Antenne für Lokalbetrieb
  • VHF-APRS-Funkgerät Pico APRS
  • VHF-PA für FDMA
  • LAN-Switch
  • WLAN-Access-Point (WAP)
  • Powerpole-Stromverteiler und -Kabel
  • Spannungswandler für 9 und 5 Volt
  • Notfunk-Zubehör-Set
  • Kleines Whiteboard

Beschreibung

Dieser Koffer kann vier Einsatzszenarien dienen:
  1. Aufbau einer reinen analogen VHF-Sprechfunkverbindung
  2. Aufbau einer APRS-Datenfunkverbindung im VHF-Bereich
  3. Aufbau einer reinen UHF-Datenfunk-Verbindung
  4. Eine Kombination aus Sprach- und Datenkommunikation
Zum Einsatz des Datenfunks wird noch mindestens ein Computer oder Smart-Device benötigt. Dieses kann entweder durch eine LAN- oder drahtlos durch eine WLAN-Verbindung mit Daten versorgt werden. Das Gerät muss lediglich in der Lage sein, mittels Webbrowser-App oder -Programm Daten über das HTTP-Protokoll abzurufen. Dazu ist jedes moderne Smartphone, Tablet oder eben ein klassischer Computer betriebssystemunabhängig in der Lage. Deutlich zu bevorzugen ist jedoch eine LAN-Anbindung.

Der Datenfunk-Client ist in der Lage, maximal fünf Geräte gleichzeitig zu bedienen. Die Verbindung zum Notfunk-Server, in ein Intranet, das Internet oder zu einem HAMNET-Knoten erfolgt über die NPR-70 Funkverbindung im 70cm-Amateurfunkbereich. Ausserhalb der Katastrophe wird hier mit einer Netto-Datenrate von 200 kBit/s gearbeitet. Innerhalb der Katastrophe kann diese auf max. 470 kBit/s erhöht werden (Stichwort Bandbreite bzw. Frequenzbelegung).

Dieser Koffer beinhaltet zusätzlich noch adaptiv ein APRS-Funkgerät. Mittels diesem können im VHF-Amateurfunkband GPS-Positionsmeldungen und einfache Kurznachrichten versendet werden. Das APRS-Netz ist weltweit nach wie vor aktiv und nutzbar und bietet zudem eine direkte Verbindung ins Winlink-Netzwerk.

Das Funkgerät selbst ist eine Kombination aus VHF-Sende-Empfänger, GPS-Empfänger, und Datenfunkmodem für die Betriebsart Packet Radio (AFSK, 1200 Baud). Zur Verstärkung des Sendesignals (1 Watt PEP) ist eine zusätzliche VHF-PA im Koffer enthalten.

Im Einsatz muss man sich entweder für Sprache oder Daten im VHF-Bereich entscheiden. Beides zusammen ist nur unter Schwierigkeiten nutzbar und geht im Zweifelsfall zu Lasten der APRS-Verbindung. Im Sprechfunkbetrieb kann die PA problemlos am Handfunkgerät betrieben werden.